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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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125
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V. Von Jerusalem nach Damaskus.

15. März. Zeitig wurde aufgestand^n; der Morgen war klar und versprach einen warmen Tag. Herr von St. kam noch trotz der frühen Stunde, von uns Abschied zu nehmen. Um 7 Uhr Früh war das Lager abgebrochen und wir sassen auf. In nördlicher Richtung zieht sich der Weg über Steinhügel hin. An den Königsgräbern vorbei, auf den Mons Scopus, auf welchem Titus Legionen vor der Ein­nahme Jerusalems lagerten. Hier hat man den letzten Blick auf Jerusalem, während weiter nur noch hie und da der hohe Glockenthurm der russischen Kirche auf dem Oelberge zu sehen ist. Zum letzten Male schweiften unsere Augen auf die heilige Stadt mit den vielen Thürmen, Kuppeln und Mi- narets. Die Grabeskirche der Mittelpunkt der Stadt und der Mittelpunkt christlicher Verehrung. Nicht weit davon die Omar-Moschee, das Heiligthum der Mohammedaner. Eine leuchtende Sonne warf Licht und Schatten auf das schöne Bild.

Von hier aus trägt das Land den Charakter eines Hoch­plateaus. Die Höhen sind unbedeutend, die Thäler von ge­ringer Tiefe. Ein wellenförmiges Steinmeer, spärlich be-