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Zweiter Theil
Entstehung
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176
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med-Aali's zur Erforschung der Nilquellen auf dem weißen Flusse mit begleitete, lebt in ähnlicher Verbindung und ist bei sehr an­ständiger Besoldung (er bezieht jährlich zweitausend Thaler von der egyptischen Regierung) doch unbemittelt geblieben. Kurz zuvor, ehe ich Egypten verließ, wohnte ich im Hause eines anderen Deut­schen, welcher Stallmeister des Vizekönigs gewesen und ebenfalls durch eine früher wahrscheinlich sehr schöne Araberin zu Grunde gerichtet worden war. Das sind Thatsachen, welche am Besten für sich selbst reden.

Andere Europäer kaufen sich braune oder schwarze Sclavinnen, Abyssinierinnen oder Negerinnen, und leben mit ihnen im Konku- binate. Schon die Voraussicht, später von solchen Frauen farbige Kinder mit krausem, wolligem Haar zu bekommen, sollte vor Ver­bindungen mit ihnen sattsam zurückschrecken. Gewöhnlich krönt ein Verbrechen zuletzt noch das unselige Verhältniß. Der Europäer verkauft dieselbe Sclavin, mit der er vielleicht Jahre lang ver­einigt war, wenn er ihrer überdrüssig wurde. Wer einen männ­lichen oder weiblichen Sclaven kaufen will, hat das Recht, ihn drei Tage in seine Wohnung zu nehmen und dort genau zu be­obachten. Findet er Fehler und Unarten an ihm, so kann er ihn vor Ablauf dieser Frist dem Verkäufer wieder zurückgeben. Allein wer, frage ich, kann in drei Tagen einen Menschen kennen lernen? Erst nach und nach lernt der Käufer seine Waare denn das ist der richtige Ausdruck für einen Menschen, der ge- und verkauft werden kann, wie man ein Stück Vieh verhandelt! näher ken­nen, der Gcldgeiz kommt mit dem Pflichtgefühl in Streit und be­siegt es endlich in den meisten Fällen; der Europäer aaleiiiu!" (Schande über ihn!) verkauft den gekauften Menschen wieder, ja, er verkauft die in seinem Hause von seiner Sclavin ge­borenen Kinder. Nur in seltenen Fällen schlägt eine solche Ver­bindung zum Guten aus. Das sind freilich betrübende Bilder der häuslichen Verhältnisse vieler Europäer in Egypten; sie sind lei­der nur allzu treu!

Der vernünftigere und gebildetere Theil unserer Landsleute wählt den richtigen Weg, häusliches Glück nach Egypten herüber-