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Der Metercentner Zuckerrohr kostet -nach unserem Gelde beiläufig 60 Kreuzer; der Metercentner Zucker wird mit circa 16 Gulden verkauft.
i. Februar. Sehr kalter Morgen. Das linke Ufer flach, während die Berge der arabischen Wüste auf dem rechten Ufer bis hart an das Wasser reichen. Der Bergrücken Djebel Abu Foda, mit seinem schroffen Kalkfelsen zum Theile überragend, erhebt sich aus den Fluthen. Dann verflacht sich auch das rechte Ufer wieder. Wüste und üppig grüne Felder reichen sich die Hände. Palmenbäume mit ihren zierlichen Wipfeln bezeichnen die Orte, an denen wir vorüberfahren. Von Weitem sieht man schon den Hügel, an dessen Fuss Siut liegt. In weiten Krümmungen fliesst der Nil zwischen flachen Ufern dahin, sodass man erst Nachmittag diesen stattlichen Ort, den Sitz eines Mudir und bedeutenden Handelsplatz, erreicht. Wir legen zugleich mit dem von oben kommenden Dampfer „Prince Abbas“, ebenfalls Cook gehörig, an. Schnell gingen wir ans Land, bestiegen grosse, vortreffliche Esel und galoppirten, gefolgt von den Eseltreibern, in die Stadt, die mitten im fruchtbarsten Lande, eine halbe Stunde vom Flusse entfernt ist. Zahlreiche Minarets schmücken die aus ungebrannten Ziegeln gebaute Stadt. Ueber eine Brücke durch das Stadtthor hinein in das Gewühl der Menschen, welches sich in dem engen, oben mit Matten geschlossenen Bazar zu dichtem Gedränge staute.
In endloser Reihe Läden von Schuhmachern, welche die rothen, in die Spitze laufenden Pantoffeln zum Kaufe an- boten; daneben wieder Stoffe, meist europäischen Ursprunges, Schmuckgegenstände, Esswaren, Drechsler- und sehr nette Thonwaren. Der Weg kaum zwei Klafter breit und voll von einer hin und herwogenden Menschenmenge. Da-