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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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geliebt von den Völkern, waren diese bereit, ihm, wenn er dereinst den habsburgischen Thron bestiegen hätte, die gleiche dynastische Treue, die gleiche loyale Liebe zu wei­hen, wie dem Vater.

Jetzt hat ihn Gott'zu sich gerufen und thränenerfüllten Auges steht Oesterreich an der Bahre. Armer Kaiser!

2. Februar. In grossem Trujop ritten wir auf unseren guten Eseln durch die Stadt hinaus auf den Hügel nord­westlich von derselben, auf dessen halber Höhe mehrere Felsengräber aus derZeit der XIII. Dynastie, der dertlyksos (Könige der Wandervölker) um 2000 v. Chr. liegen.

Grosse geräumige Felsenhallen mit Spuren alter Be­malung und verschiedenen, allerdings recht beschädigten Darstellungen geschmückt. Auf dem Hügel, der dann er­klommen wurde, und bereits Wüste ist, eine unvergleichliche Aussicht. Zu unseren Füssen Siut mit seinen zahlreichen, schlanken Minarets, daran anstossend eine weissgetünchte mohammedanische Begräbnissstadt mit kleinen Kuppeln. Das grüne, fruchtbare Land, der breit dahinziehende Strom mit den weissen Segeln, in der Ferne der Bahr Jusuf (Josefs- Canal), der das befruchtende Wasser in das Fayum bringt. Eingerahmt ist das ganze lachende Bild durch die Berge der arabischen und der libyschen Wüste.

Viel Landvolk zog von allen Seiten in die Stadt, denn dort war Markt. Auf dem grossen Platze standen dicht ge­drängt Rinder, Büffel, Schafe, Esel, Pferde und Kameele zum Verkauf; auch Früchte des Bodens suchten den Käufer. Nur mühsam, fortwährend schreiend, drangen wir durch diese Thier- und Menschenmenagerie, besuchten noch einmal die Bazarstrasse und kehrten gegen Mittag an Bord zurück.