75
Truppen. Er ist seit Kurzem wieder von Suakim hi eher zurückgekehrt. Er befehligt im Ganzen 8 ägyptische und 5 sudanesische Bataillone ä 600 Mann, 1 Cavallerieregiment, 4 Ka- meelcorps zu 120 mit Gewehren bewaffneten Reitern und 4 Batterien. Sämmtliche Stabsofficiere sind Engländer, nur in 3 Bataillonen können auch Eingeborene höhere Chargen erlangen. Der Sudanese jedoch hat mit dem Lieutenant meistens abgeschlossen, da er selten schreiben kann.
21. Februar. Eine arabische grosse Trauerfeierlichkeit mitgemacht. Eine der illegitimen Frauen des früheren Khe- dive, ihren Namen konnte ich trotz alles Nachfragens nicht erfahren, war in ihrem Palais am Ende der Schubraallee verschieden; da dies ziemlich weit entfernt ist, so erwartete die Mehrzahl der Trauergäste, unter die wir uns, um unsere Neugierde voll zu befriedigen, gemischt hatten, am Anfänge der Allee, beim Directionsgebäude der Eisenbahn, den Trauerzug. Mehr als zwei Stunden vergingen dank der orientalischen Unpünktlichkeit, bevor der Zug an uns herankam. Eröffnet wurde derselbe von einem gehenden Spalier Infanterie, das Gewehr und den Säbel nach rückwärts unter dem Arm, als Zeichen der Trauer. Vier Büffel, die auf dem Grabe geschlachtet und unter die Menge vertheilt werden, folgten; hierauf achtKameele mit grossen Kisten beladen, aus welchen Datteln, Orangen, Brot und Kupfergeld unter das Volk geworfen wurden, dann eine Abtheilung berittener Polizei, an die sich wiederum die Trauergäste anschlossen: Prinz Hussein, der Bruder des Khedive, die Minister, Paschas, "Würdenträger, der Sirdar Sir Francis Grenfell mit mehreren englischen Officieren; einige reich gekleidete Muselmänner, der Mufti, der Kadi von Cairo Abdurrahman Nafis, ein sehr geachteter Rechtsgelehrter, verschiedene Schechs, unter diesen in grünem, pelzverbrämten Kaftan der Schech el-Bekhri,