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ein Nachkomme des Propheten und äusserst einflussreicher Mann.
Nach den Trauergästen die Diener und Beamten des » Hauses.
Die Leichentruhe in ein prachtvolles Cachemirtuch eingewickelt, umgeben von zwei Reihen Knaben, die auf silbernen Schalen Wohlgerüche (Weihrauch, Bernstein und Sandelholz) verbrannten, während vor der Leiche arme, zumeist blinde Männer, deren Broterwerb .die Begleitung von Leichen ist, Gebete für die Verstorbene recitiren. Den Schluss bildete eine endlose Reihe geschlossener Wagen mit halb herabgelassenen Vorhängen, in denen die Damen der verschiedenen Harems sassen. Manch’ leuchtendes Auge blitzte hinter dem Schleier hervor, sich neugierig die Menge betrachtend. Neben den Pferden schreiten die Sais, diesmal im einfachen dunklen Trauergewande.
Die Leiche wurde an den Fuss der Citadelle gebracht, wo die vicekönigliche Familie eine gemeinsame Begräbnisstätte hat. Ohne Sarg, nur in ein Tuch eingeschlagen, wird sie beerdigt.
Wenn sie schon sterben musste, die arme Prinzessin, so wissen wir ihr Dank, dass sie es während unseres Plierseins that und uns die Gelegenheit bot, einen grossen Trauerzug zu sehen.
22. Februar. Einen Jagdausflug, der Tags vorher besprochen wurde, nachdem alles Nöthige im Voraus bestellt war, unternommen.
Wir träumten von Wölfen, Luchsen, Pelikanen und Flamingos, die uns versprochen wurden. Um 5 Uhr Früh führte uns der Zug nach der Barrage de Nil, wo uns ein Boot erwartete und nach zwei Stunden auf die Insel Talia brachte. Ein grosser Strandläufer, weiss und schwarz, mit langem, in