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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Merkwürdig klingen die Namen hier zu Lande; so heisst der Flügeladjutant, welcher uns beim Könige anmeldete, Papadiamantopulos.

Nachmittags setzten wir unsere Forscherreise fort. Am Südabhange der Akropolis liegen das Theater des Dionysos, des Asklepejon und das Odejon des Herodes Attikus. Ersteres nahm nach den Berechnungen 3o,ooo Zuseher auf; wenn auch ganz zerstört, so lässt es doch die Eintheilung noch gut er­kennen und manche Details sind vom grössten Interesse. Das Theater stammt aus dem 4. Jahrhunderte v. Chr. und wurde von Lykurgos vollendet. Man erkennt die Skene, die steinerne Decoration des Proskenion, die erhöhte Bühne Logejon. Vor dem Proskenion halbkreisförmig das Orchestrion, wo die Chöre Aufstellung fanden. Die Sitzreihen steigen amphi­theatralisch den Berg hinan, hinaufführende Gänge unter­brechen dieselben. Die untersten Sitze, zum Theile Stühle aus Marmor, sind vollkommen erhalten. Die ersten zwei Reihen waren von Würdenträgern besetzt. Jeder Stuhl trägt den Namen des Eigenthümers. In der Mitte ein reich aus­gestatteter Stuhl für Dionysos. An der Vorderwand der Bühne ein leidlich erhaltenes Hautrelief, dazwischen als Träger kauernde Silene,

Das an die Westwand des Theaters anschliessende Asklepejon war dem Heilgotte Asklepias geweiht. Grosse Hallen und Bäder waren zur Aufnahme der Kranken be­stimmt. Aus welcher Zeit es stammt, wer es erbaute, konnte ich nicht erfahren.

Der reiche Rhetor Herodes Attikus schuf im Jahre 160 n. Chr. aus Trauer über den Tod seiner Gattin das Theater, welches seinen Namen führt. Es ist kleiner als das des Dyo- nisos, fasste nur 6000 Zuseher, doch war es gedeckt, während jenes offen war. Eine Mauer mit römischen Rundbögen, die