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und sich, um nicht zu fallen, führen lassen muß. Hier wird man erst tüchtig durchgewärmt, bevor man die eigentliche Badestube betreten darf. Diese ist ein viereckiger, mit einer flachen Kuppel überdeckter Raum; in der Kuppel befinden sich durch verschiedenfarbiges GlaS verschlossene Ocffnungen. An den Wänden sind Nischen mit Becken angebracht, welche durch zwei Hähne mit heißem und kaltem Wasser versehen werden. In der Mitte des Zimmers ist ein Bassin mit Wasser von scchsunddreißig bis vierzig Grad Reaumur Wärme und neben diesem eine Steinbank von anderthalb Fuß Höhe und einem Flächenraum von zwölf und mehr Fuß in's Quadrat. Der Boden des Gemachs ist mit buntfarbigen Marmorplatten getäfelt. Die Hitze in diesem Raume ist beängstigend.
Nun beginnt das eigentliche Baden. Der Hamahmdji oder Badewärter durchknetet erst alle Glieder des Patienten, welcher sich zu dieser Operation auf das erwähnte Steinlager legen muß. Der Schweiß dringt diesem dabei aus allen Poren heraus und rinnt in Strömen am Körper herab. Nachdem der Bader die Glieder hinlänglich gedehnt, gekniffen, gedrückt, gedreht und gerenkt hat, bringt er ein Gefäß mit Seife und warmem Wasser herbei, seift den ganzen Körper tüchtig ein und bearbeitet ihn mit einem Wisch von seinen Dattelfascrn unaufhörlich. Dann verwechselt er die „Liese" mit einem weniger kratzenden, handsckuhartigen Lappen von grobem Tuch oder sehr feinem Filze und reibt mit diesem die Haut so lange, bis sie sich stark röthet. Nun räth er dem Badenden, in das Bassin mit dem sechsunddreißiggrädigen Wasser zu steigen und sich darin abzuspülen, was ich aber billiger Weise stets unterlassen habe. Von hier aus wird man zu einer der Stufen geführt, wo man sich auf einen steinernen Stuhl setzt und nochmals einseifen und waschen läßt. Dann gießt der Hamahmdji mit einen blechernen Becher Ströme von Wasser über den Badenden aus. Nach und nach nimmt er das Wasser immer kälter, bis er zuletzt nur lauwarmes anwendet.
Jetzt wird man der nassen Tücher entkleidet und bekommt ein reines Leintuch um die Hüften, ein anderes um die Schultern ge-