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In Italien - Der Suezkanal - Letzte Kämpfe : mit einem Bildnisse / von Alfred Birk
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2. Friedensarbeit

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wiegend, zum Teil selbst ausschließlich staatsmänni- schem Inhalte.

Die Politik Österreichs war emsig dahin gerichtet, Toskana und die Herzogtümer Modena und Parma innig an Österreich zu knüpfen und auch den Kirchenstaat zu gewinnen, um Piemont zu vereinsamen. Die um den An­fang des Jahres 1848 abgeschlossenen Verträge brach­ten die Kleinstaaten militärisch in volle Abhängigkeit von Österreich; nach den Ereignissen des Jahres 1848 suchte die Regierung sie auch durch wirtschaftliche Vor­teile an Österreich zu binden. Diese Bestrebungen führ­ten nach langen und langwierigen Verhandlungen zu Verträgen über die freie Postschiffahrt, über den Bau der zentralitalienischen Eisenbahn und über die Her­stellung telegraphischer Verbindungen, sowie zu einem Zolleinigungsvertrag. Der Umstand, daß diese Verträge mehr oder weniger bau- und verkehrstechnische Ziele im Auge hatten, da viele wichtige und schwierige tech­nische Fragen mit ihrer Ausarbeitung in innigster Be­ziehung standen, machte die weitgehende Mitwirkung Negrellis um so mehr notwendig, als sich in ihm In­genieur und Staatsmann vereinten; dazu traten die dau­ernden Aufgaben, die durch den Abschluß dieser Ver­träge Negrelli auferlegt wurden denn nach dem Staatsmanne trat der Ingenieur auf das Arbeitsfeld. Am 3. Juli 1849 wurde zwischen Österreich, Modena und Parma eine Konvention abgeschlossen, die die Regelung der freien Schiffahrt auf dem Po von der Einmündung des Tecino bis zur Ausmündung in das Adriatische Meer sowie auf den Nebenflüssen des Po in dieser Strecke zum Gegenstände und die Förderung des Handels und Verkehrs zum Ziele hatte. Wohl hatten schon die Kon­greßakte die freie Schiffahrt auf dem Po festgesetzt; aber Modena hinderte ihre Ausführung, indem es zwi-