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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Mit Interesse wird die Abfahrt aus der Stadt beob­achtet; Triest, der Karst, die Alpen, Miramare und Duino entschwinden langsam den Augen, um anderen Bildern Platz zu machen. Istrien zieht dahin mit seinen vielen Orten. Muggia, Capodistria, Pirano, San Salvore, Pola folgen ein­ander, dazwischen zerstreut eine Menge kleiner Orte und einzelner Häuser. Die See wird ruhiger, die Passagiere da­her lustig und beweglich. Die Table dhote um 5 Uhr ver­sammelt Alles bis auf eine Amerikanerin, die am wenigsten seefest zu sein scheint. Wir begegnen derThalia (von Alexandrien nach Triest fahrend). Abends wird noch im herrlichen Mondscheine geschwärmt. Wir bilden einen Kreis für uns. Der Rest gruppirt sich um Rittmeister Z. der das grosse Wort führt und wie es scheint Alles mit seinen Erzählungen erheitert. Im Quarnero einige unan­genehme Bewegungen, dann wieder leidliche Ruhe.

Am 18. Jänner 1 / 2 6 Uhr Früh war ich auf Deck, wir fuhren gerade an der Insel Pelagosa vorbei. Sie war längere Zeit im Streite zwischen Oesterreich und Italien, wurde uns von den Italienern überlassen, da sie ein ganz wüstes Eiland ist und die Erhaltung und Bedienung des Leuchtthurmes Kosten verursacht. Da rührt sich die Irredenta nicht. Gegen­über erscheint die Küste Italiens Gargano. Die Gesell­schaft wird immer einsilbiger, der Wind immer stärker, das Meer unangenehm. N. zieht sich zurück. Mit Anna ver­schwindet die letzte Dame. Wir halten uns möglichst ru­hig. Gegen 5 Uhr Abends kommen die Leuchtthürme von Brindisi in Sicht, und um 6 Uhr fällt der Anker in dem spiegelglatten, schönen Hafen; der Mond beleuchtet feen­haft Wasser, Tand und Stadt. Ein Theil der Reisegesell­schaft geht an Land, um auf trockenem Boden Bewegung zu machen, wir bleiben an Bord.