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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
Entstehung
Seite
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Europa zurückgekehrt. Die Reisegesellschaft lernt sich langsam kennen; man plaudert heiter mit den verschiede­nen Menschen, die man zum ersten Male sieht und denen man vielleicht, ausser auf der Orientreise selbst, im Leben nicht mehr begegnet. Gegen Nachmittag wird die Bewegung der See etwas stärker, aber Alles bleibt heiter. Morgen Früh beginnt die eigentliche Reise, denn die Fahrt auf dem Schiffe kann man nicht als solche betrachten; entweder ist das Schiff ein Spital oder die schönste Villeggiatura.

Gegen Abend wurde der Sturm immer heftiger, in der Nacht erreichte er sogar die Nummer io denn die Stürme sind nummerirt, beginnend bei x steigern sie sich bis 12 d. i. der Teifun.

Da wir aber gerade gegen den Wind liefen, stand das Schiff so ruhig, dass ausser der Amerikanerin und einer deutschen Dame Alles seefest war: selbst N. spielt sich auf Nelson!

Am 22. Jänner. Um V 2 6 Uhr Morgens ist Leben an Bord. Alles ist auf, um den ersten Blick auf Afrika zu erhaschen. Es ist jedoch um % 7 Uhr noch nicht einmal der Leuchtthurm zu sehen. Es regnet und ist neblig dabei, so dass der Capitän langsam zu fahren, mitunter sogar zum Stehen gezwungen ist.

Endlich gegen 8 Uhr erscheint die Insel Nelson, dann das Festland in Sicht. Immer mehr und mehr taucht das­selbe aus dem Meere empor. Man sieht Alexandrien vor sich mit seinen vielen Schiffen im Hafen, die Pompejus- säule weit rückwärts, Minarets und Kirchthürme, grosse Häuser, zerschossene Forts, den Leuchttnurm, östlich das vicekönigliche Schloss von Kamleli, westlich jenes von Meks und zahllose Windmühlen und hinter denselben die Wüste. Gegen 10 Uhr legen wir am Quai an. Der Schiffsarzt überreicht der Sanitätsbehörde das Attest, dass an Bord