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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Wir kehrten gleich nach Sonnenuntergang bei einge­brochener Nacht heim; denn ein Abenddunkel gibt es nicht, es folgt die Nacht ohne Uebergang dem Tage.

23. Jänner. Fahrt nach Cairo mit der Bahn in 4 Stunden durch das Delta. Die Gegend selbstverständlich ohne irgend welche Abwechslung, emsig bebautes Land. Auf der ganzen weiten Strecke, die wir durchfuhren, aber so viel Leben, so viel Bewegung, dass die Fahrt äusserst anregend war. Auf vielen Feldern wurde gearbeitet, da geackert mit Büffel und Kameel, da Futter gemacht, dort wieder ein Baumwoll­feld zu Ende geerntet, Dünger auf Eseln und Kameelen in langer Reihe mit bedächtigem Schritt hinausgebracht, die Früchte des Landes in die Städte zu Markte getragen; kurz Alles voll Leben. Bronzefarbig bis zum glänzenden Schwarz von Gesicht, weiss, gelb, blau, grün von Kleid. Es war ein schönes lachendes Bild. Die armen Teufel frieren heute bei dem allerdings sehr scharfen Westwinde und haben um Hals und Kopf alle möglichen Tücher gewunden.

Die Ankunft in Cairo eröffnete neue Anregung. Wohl waren die Pyramiden in Nebel verhüllt, nicht zu sehen, aber die Fahrt in die Stadt, der Aufenthalt auf der Terrasse vor dem ausgezeichneten Shepheards Hotel war äusserst unter­haltend. Ein reiner Narrenthurm, ein farbenprächtiges Ka­leidoskop, ein namenloses Geschrei, ein Anbieten, Ausrufen, Anpreisen und Anbetteln aller Art. Im höchsten Grade unterhaltend. Und was war dies Alles gegen die Fahrt zu Wagen am Nachmittag! Am Esbekijegarten vorbei, aus der europäischen Stadt hinaus und kopfüber in die orientalische: zuerst durch die Muski, dann durch alle möglichen kleinen Strassen, eine dicht wogende Menschenmenge überall.

Der Wagen bewegt sich nur langsam von der Stelle. Der Kutscher ruft fortwährend seinuah viglad undassib