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in die Menge. Laden an Laden. Alles handelt oder betrachtet neugierig die Waren hiesiger Arbeit, des fernen Orients oder europäischen Ursprunges.
Mehrere Maskenzüge auf Eseln und Kameelen begegnen uns. Betäubende Musik, dazwischen das Bakschisch. Man hat wahrhaftig nicht Augen genug, um zu sehen und zu erfassen. Zeit und Kraft fehlt, um das Alles zu beschreiben. Nur die eine Nase mit den zwei Nasenlöchern ist überall zu viel. Sie thäte besser, ihre Thätigkeit einzustellen, denn die Düfte des Orients sind meistens schlecht. Es ist nicht Alles Gold, was glänzt, und nicht Alles Weihrauch, was duftet. Unser Dragoman schien für das Volksleben nicht denselben Enthusiasmus zu haben wie wir, führte uns von einer Moschee in die andere. Zuerst in die zerstörte Gäma Hakim aus dem Jahre 1000, in welcher sich jetzt ein Museum arabischer Alterthümer, meist aus Moscheen herrührend, befindet; dann in die Gäma Sultan Kalaun vom Jahre 1287, wo das Grab dieses Heiligen, schöne Mosaiken. Die Gäma el-Bordeni sehr klein, aber mit wunderschönen alten Plafonds und farbigen Fenstern in feurigen Farben.' Die Gäma el-Muaijad (1412—• 1421) ist in Reparatur begriffen, eine Seltenheit im Oriente, wo sonst Alles dem Schicksale überlassen bleibt. Grosser Hof mit alten Bäumen, der Brunnen, Hanefize, in der Mitte für die Waschungen, reiche Säulen und Mosaiken. Gäma el- Ghuri (1501— 1516) mit ihrem schlanken, vom vierten Stockwerke an sich in zwei kleine, anfänglich viereckige, dann eirunde Thürmchen theilenden Minaret. Gäma Sultan Hassan (1356—1359), prachtvoller grosser Bau, dem Verfalle preisgegeben, aller seiner alten Lampen beraubt, wie die anderen alten Moscheen, weil einmal ein Diebstahl versucht wurde und sie der Vicekönig daher jetzt im arabischen Museum in der Moschee Hakim aufheben lässt. Zwei Brunnen