welche die Hieroglyphen als Standquartier benützen, arg zerstört.
Bei Prinz Achmed Pferde besichtigt, ein prachtvoller Schimmelhengst, edelster Araber, zu sehen. Ein Beduinen- scheik, der vor Kurzem mit Pferden für Achmed Pascha gekommen war, machte uns die Plonneurs, zeigte sein Pferd und Sattelzeug und trug uns dasselbe nach orientalischer Sitte zum Geschenke an. Ein schöner Typus eines Beduinen, wundervolles Costüm, der Burnus auf dem Kopfe mit einer doppelten schwarz-goldenen Schnur gehalten; Ringe an den Fingern, sein schwarzer Sclave in respectvoller Entfernung von ihm.
Die Rückfracht dieses Beduinen soll aus Sclavinnen bestehen, die er in Cairo kauft, denn trotz aller Verbote soll dieser Handel noch immer floriren, wird auch wohl, so lange Religion und Sitten der Orientalen bestehen, nicht verschwinden.
Prinz Achmed ist der Sohn des Prinzen Hassan, eines Bruders Ismail Paschas, der im Nil ertrunken ist. Er führt halb und halb das Leben eines Beduinen, sein Lieblingsaufenthalt eben hier in Martarije, hart am Rande der Wüste, umgeben von seinen Pferden, obwohl er zwei prachtvolle Paläste in der Stadt besitzt. Er liebt seine Mutter, die sich nach dem Tode Hassans von der ersten Frau desselben getrennt und ihres Sohnes Vermögen verwaltet und vermehrt hat, leidenschaftlich, und als er über Befehl des früheren Khedive eine Frau nehmen musste, erklärte er, sie augenblicklich zu verstossen, wde sie die schuldige Ehrfurcht der Mutter versagten würde, und er hielt Wort: nach sechs Wochen verjagte er seine Gattin!
Arthur Bey Zimmermann, der seit vierzig- Jahren im Orient, seit dreissig vorwiegend in Cairo lebt, erzählte uns