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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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reisenden Villen, in der Bergfahrt begriffen oder hinabfah­rend nach Cairo am Ende der Fahrt. Zuckerfabriken mit rauchendem Schlot; die Eisenbahn mit den Telegraphen­stangen, ein hässlicher Contrast in diesem Lande, wo man das Gefühl hat, dass Alles, was man sieht, gerade so und nicht anders vor Jahrtausenden eingerichtet war.

Bei Beni Suef Zelte und Fahnen; aufgestellte Polizei­soldaten zu Pferd und zu Fuss unserem Schiffe die mili­tärischen Ehren erweisend. Doch nein, der Gruss galt nicht uns, sondern der Schwiegergrossmutter des Khedive, die auf dem Nile reiste. Etwas weiter auf einer Sandbank waren ihre Zelte, daneben schön geschmückte Regierungsdampfer. Alle Gläser richteten sich hin. Eine Dame, schwarz und ver­schleiert, ging mit einem Sonnenschirm spazieren. Ein langer schwarzer Tugendwächter neben ihr: er grüsste uns mit weissem Tuch, wir erwiderten es, und bum, bum! erdröhnten zwei Salutschüsse aus irgend welchen Mörsern des Schiffes.

Abends improvisirter Ball an Bord; Alles drehte sich lustig im Kreis, während Anna und zwei andere Damen abwechselnd das Orchester besorgten. Ich unterhielt mich während dessen mit einem sehr angenehmen englischen Cavallerie - Obersten Sir J. C. R. und dem ehemaligen Schiffscapitän Sir Lambton L. Wir blieben die Nacht bei Maghara.

31. Jänner. Vor Sonnenaufgang ein Gewitter, ich hörte es nicht. Seit 1 / 2 6 Früh fuhren wir wieder; ganz flache Gegend, doch bald traten die Berge der arabischen Wüste bis knapp an den Fluss heran, und wieder machten sie frucht­barem Lande Platz, um abermals unsere Begleiter zu w erden. Es ist der Berg Gebel el-Ten mit dem koptischen Kloster Der Sitte Mirjam el-Adra (d. h. Kloster der Herrin Maria, der Jungfrau); früher hatten die Mönche die Gewohnheit, an das