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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Weiter in die Ebene hinein liegt der grossartige Tempel MedinetHabu, an den wiederum dasMemnoniumRamsesIII. (XX. Dynastie, um 1200 v. Chr.) anschliesst, eine Tempel­stadt in Ruinen. Medi- net Habu, in der Zeit der XVIII. Dynastie (1600 v.

Chr.) begonnen, von den Ptolemäern vollendet: wuchtige Säulen schmü­cken die grosse Vorhalle, die Pylonen stehen zum Theil, ebenso die Wände, über und über bedeckt mit Darstellungen. Auch die alte Bemalung deut­lich zu sehen: eine zier­liche Polychromirung in den feinen, in den Stein eingezeichneten Vertie­fungen. Die Decken, so­weit sie bestehen, hier, wie überall, das Him­melszelt darstellend, zum Theil astronomische Fi­guren.

Weithin sichtbar stehen die bekannten zwei Memnonskolosse.

Die annähernd zwanzig Meter hohen sitzenden Figuren stellen Amenothes III., den Memnon der Griechen dar. Sie sind aus einem grobkörnigen Sandstein, der stark ver­wittert ist, so dass die Züge, je näher man kommt, desto

Memnonskoloss,