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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
Entstehung
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führen in kleinen Rinnsalen das erfrischende Element zwi­schen die kleinen Feldbeete. Ein dunklerer Streifen in der Frucht lässt sie erkennen. Wo die Feuchtigkeit nicht ge­nügend hinreicht, ist Alles bereits vertrocknet und zeigen sich klaffende Sprünge.

Von Hunderten von Fliegen belästigt, erreichten wir den Tempel von Abydos, das Memnonium Seti I., das voll­kommen freigelegt ist: staunend und bewundernd betrach­teten wir dies Baudenkmal jenes prachtliebenden Königs.

Verschieden von Allem, was wir bisher gesehen, bildet das Bauwerk ein Knie. Der Yorhof wird getragen von vier­eckigen Pfeilern, von denen allerdings nur mehr eine Reihe steht. Von diesem gelangt man durch sieben Thore in einen von 24 Säulen getragenen Raum, dann in einen zweiten, dessen Decke auf 36 Säulen in drei Reihen ruht; während die ersten zwei Reihen in einem Niveau stehen und in Knospencapitäle auslaufen, steht die dritte Reihe um einige Schuhe erhöht und entbehrt der Capitälskrönung. Bis hieher ist Alles aus Sand­steinquadern, während das Material der sich nun anreihenden sieben Capellen feinster Kalkstein bildet, nur die Decken, die hier in der Form regelrechten Gewölben ähneln und aus den Platten ausgehöhlt sind, sind wieder Sandstein. Alle Dar­stellungen an den Wänden sind erhaben gearbeitet, zum Theile prachtvoll bemalt. In den verschiedenen Capellen sieht man .Seti, die Götter verehrend; Ammon, Osiris, Isis, Horus, Har- machis und Ptah. In der siebenten Capelle, der äussersten links, ist Seti selbst als Gott dargestellt. Die Decken wieder mit dem Himmelszelte, gelbe Sterne auf blauem Grunde. Zwei Capellen haben polychromische Figuren, während die Figu­ren in den anderen in der Naturfarbe des Steines erscheinen. Die sieben Capellen liegen in der Axe der sieben vom Vor­hofe ausgehenden Thore. An diesen Bau stösst im rechten