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endlich die Riesen von Gizeh: das Mokatam, die Moschee Mehemet Ali’s ; rückten heran, ganz Cairo zeigte sich unseren Blicken. An der Insel Roda vorbei: noch eine Krümmung des Flusses und wir legten an der Kasr-el-Nil- brüclce an.
Nun wurde Abschied genommen von der ganzen Reisegesellschaft, mit der man drei äusserst angenehme Wochen verlebt hatte. Vom Obersten R. mit seiner liebenswürdigen Frau und sehr netten Tochter schieden wir wie von Freunden, ebenso von Dr. F. Man schüttelt rechts und links die Hände und trennt sich, um sich bald darauf in den verschiedenen Hotels wieder zu sehen. Alles bleibt ja noch eine Zeit in Cairo. Viele haben das gleiche Reiseziel wie wir: Palästina.
18. Februar. Nachmittag schlenderten wir durch die Stadt, selbstredend wendeten wir uns gegen die Muski und die Bazare in ihrer Nähe. Wir hatten so viel vom „Hotel de Nil“ reden hören, dass wir auch diesem einen Besuch abstatteten. In einem kleinen unansehnlichen Seitengässchen gelegen, ist es der Anziehungspunkt für viele Reisende. Es soll sehr gut sein und hat einen hübschen Garten, der der Rendezvousplatz der Gäste ist.
In mehreren Läden, in denen wir früher schon Einkäufe gemacht hatten, wurden wir freundlichst aufgehalten und zu abermaligen Ankäufen veranlasst.
Neben der Muski liegt der Chan Chalil, der grösste Bazar Cairos; ein kleiner Stadttheil von Buden an Buden, durchkreuzt und durchzogen von lauter kleinen, schmalen Gässchen, überdeckt von Matten und Holzdächern. Die Sonne fällt streifenweise ein, Schatten wechselt mit den im Staube sich brechenden Lichtstrahlen; das Gewoge der Menschen, die vielen Farben geben ein prächtiges Bild.