wahrhaft gute Waare haben; und so wird man heiter fortgeschoben im dichtesten Gewühle, bis man endlich wieder glücklich, aber mit geleerten Taschen auf der Terrasse des Hotels anlangt.
Dr. F. speiste mit uns; es war ein fröhliches Abschiedsmahl, denn morgen Früh geht der „Rameses“ abermals nach Assuan.
ig. Februar. Unser Verlobungstag: fünfzehn glückliche J ahre!
Zeitig machten wir noch dem „Rameses“ vor seiner Abfahrt einen Besuch, sahen uns die bekannten Räume nochmals an. Diesmal eine kleine Gesellschaft: nur vierzig Personen, unter diesen eine Canadierin, die ohne das geringste Gepäckstück, nicht einmal mit einer Handtasche, sich ein- geschifift hat. Sie hat bereits drei Viertel der Welt umreist, denn sie fuhr über Californien, Japan und Indien. Niedrige schwarze Halbschuhe mit rother Einfassung bedeckten den unbestrumpften Fuss. Die Dame scheint wenig Bedürfnisse zu haben. Schade, dass sie nicht mit uns fuhr; es wäre sicherlich ein sonderbarer Reisegenosse gewesen.
Besuch auf der Insel Roda, woselbst sich der Nilmesser befindet. Man steigt hinab in diesen grossen viereckigen Brunnenschacht, der mit dem Nil durch einen Gang in Verbindung steht und in dessen Mitte man an einer schlanken Säule den Höhenstand des Nil erkennt. Chalif Suleiman erbaute denselben 716 n. Chr.
Bei der Insel Roda soll die Pharaonentochter Moses gefunden haben.
Von hier aus besuchten wir die Koptenkirche Abu Serge. Durch enges Winkelwerk wurden wir zu dieser aus dem 9. Jahrhunderte stammenden Kirche geführt. Ein drei- schiffiger einfacher Bau mit hübscher, sehr einfacher Dach-