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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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III

sehr befriedigt gegen 5 Uhr zum Lager zurück. Es war warm, das Gehen bisweilen beschwerlich, die letzte Stunde zu Pferd daher recht angenehm.

Bis spät in die Nacht lauerten wir bei einem ange­bundenen Zicklein auf Schakale, aber umsonst, Frau Diana ist uns nicht hold.

11. März. Ein schöner Morgen, frischer Thau. Hinter dem niedrigen Wolkenstreifen des Ostens erhob sich die Sonne, lange goldene Streifen voraussendend.

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Die Wüste von Judäa und das todte Meer.

Auf meinem Regenmantel fand ich einen Scorpion; das hässliche gelbe Thier mit giftigem Stachel an der Schwanz­spitze wurde gemordet. Um 7 Uhr Morgens waren wir im .Sattel; auf schmalem Fusssteige durch üppige Fluren, über Neu-Jericho hin, auf die Ebene gegen das todte Meer. Die prächtige Fläche reizte zu schärferer Gangart, und so flogen unsere Pferde im Galopp dahin. Der uns beglei­tende Scheik sprengte bald rechts, bald links, wandte sein Pferd, stürmte uns entgegen, um wieder in Carrière davon zu eilen; hiebei legte er das Gewehr an, schwang es über