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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Mulde war ohne Wild. Nun ritten wir an den Jordan. Das Terrain, welches von Weitem als fruchtbare Ebene angesehen wird, ist hier kahl und zerrissen. An einem griechischen Kloster vorbei, in die Auen des Jordans; die Ufer sind dicht bewachsen, unsere Weiden vorherrschend. Der Fluss ist reissend und von lehmiger Farbe. Flier ist die Stelle, wo Jesus von Johannes getauft wjirde, und zu Zeiten kommen grosse Pilgerzüge an diesen Ort. Auf dem Heimwege hielten wir uns an dem Bache Crith, dessen spärliches W T asser in einem

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Jordan.

stellenweise sehr breiten, dicht bewachsenen Thale fliesst. Zahlreiche frische Fährten von Schwarzwild Hessen uns auf gute Beute hoffen, doch kam uns leider nichts Schwarzes zu Gesicht. Dafür erlegten wir Steinhühner und Wachteln; ich schoss ein kleines gelbes Huhn, Frankolina genannt, einen schöngefiederten blauen Vogel mit rothem Schnabel und Ständer, ähnlich unserem Eisvogel, doch viel grösser, und eine Elsterart.

Wenn auch die grossen Erwartungen getäuscht und die Kugeln umsonst mitgenommen waren, so kehrten wir doch