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Berg Tabor.
der Nacht das Lager verlassen, doch fand es sich nach einigen Stunden wieder.
Hügel auf, Hügel ab zogen wir gegen den Berg Tabor, bald den Rückblick auf Nazareth, bald den auf die Ebene geniessend. Nach zwei Stunden waren wir am Fusse des Berges, den wir auf äusserst steilem, steinigem Pfade erklommen. Eine starke Wildkatze wurde durch uns rege gemacht; wir eilten ihr, so gut es ging, über die Eelsblöcke nach; wohl erblickten wir sie noch einige Male von Weitem, doch konnten wir nicht zum Schüsse kommen. Auf der Spitze des 615 Meter hohen Berges befindet sich ein Franziskaner- und ein griechisches Kloster; wir besuchten ersteres, welches mitten in den Trümmerresten alter Kirchen- und Festungsbauten steht. Die heil. Helena soll hier ein Gotteshaus gebaut haben. Es ist der Berg, auf dem die Verklärung des Heilandes stattfand; er erhebt sich als Kegel aus einem weiten Kessel.