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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Ansichtjvon Zebedani (Antilibanon).

An seinen Ufern herrscht aber die grösste Cultur, und der Reichthum des Thaies, wie der der Ebene von Damaskus ist seinem Wasser zu danken. Oberhalb des Wasserfalles betritt man das fruchtbare, langgezogene Thal von Zebedani, das von dem scharfzackigen Djebel Zebedani, der unserem Tennen­gebirge ähnelt, und dem Hauptzuge des Antilibanon mit dem 2560 Meter hohen Dhahr Abul Hin begrenzt ist. Frisch gefal­lener Schnee bedeckt die Gipfel und zieht sich in die Mulden und Thäler hinab. Weit hinter uns erscheint nochmals der grosse Hermon, unser alter Freund, im vollsten winterlichen Gewände. Je mehr man sich Zebedani nähert, desto mehr ver­schwinden Felder und Wiesen, um dichten Obstgärten Platz zu machen. Zebedani, ein grosser Ort, zur Hälfte von Christen, zur Hälfte von Mohammedanern bewohnt, ist seiner Obstzucht halber berühmt; seine Aepfel und Trauben sollen die besten der Gegend sein. Man überschreitet nun einen Pass: die Wasserscheide gegen das mittelländische Meer, und steigt hinab in das Thal von Jafufe. Hochangeschwollen braust der Bach gleichen Namens dem Nähr Litani zu. Wir übersetzen ihn auf elender Brücke, gleich nach derselben eine schwierige Passage. Man hatte einen breiten, tiefen Bewässerungsgraben