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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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Die Akropolis in Athen.

unter byzantinischer Herrschaft, die Tür­ken eroberten es, die Venetianer schädigten

während der Belagerung unter Morosini das Parthe­non, während des Kampfes zwischen Griechen und Türken war die Akropolis stets der Platz erbitterter Kämpfe: so entstand der Trümmercomplex der jetzigen Zeit, aus dem sich nur wenige Reliquien früherer Jahrtausende Ehrfurcht gebietend erheben. Die Forschungen der neuesten Zeit haben wenigstens Alles wieder aufgedeckt und sorgen für die Erhaltung des Bestehenden; sie wehren dem Raube der Schätze, den Engländer schwungvoll betrieben haben, denn Lord Eigin schleppte die Giebelfiguren des Parthenon, Karyatiden und Säulen des Erechteion nach London, so dass Lord Byron entrüstet schrieb:Quod non fecerunt Gothi, id fecerunt Scoti.

Das alte Stadion, die Rennbahn, in welcher die pana- thenäischen Spiele stattfanden, liegt im Osten der Stadt. Eine ovale Mulde des Hügels Ardetos wurde benützt, die Lehnen hinan waren die Sitzreihen, die Sohle diente als Rennbahn. Lykurgos richtete sie im Jahre 350 v. Chr. ein.

Franz Graf Th., Eine Orient-Reise. 14