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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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|| aus früherer Zeit. Es ist eine Spielerei. Die Stoffe sind neu

imitirt, die Waffen ohne Werth. Weit interessanter ist das j Ueberbleibsel der unter Constantin gebauten Cisterne des

I Philoxenos mit 1001 Säulen. Wohl ist von dem ursprüng-

liehen Bau nur ein geringer Theil vorhanden, immerhin sind i! es aber noch über 200 Säulen, die mit ihren einfachen Capi-

|i tälen die Gewölbdecken dieses unterirdischen Raumes tragen.

1 | Die Cisterne ist jetzt trocken und wird von Seilern benützt,

I ' es ist ein feuchter, kalter Raum. Aber mit welchem Luxus

; ] wurde schon in früherer Zeit für das nöthige Wasser gesorgt,

i! denn neben diesem Riesenbassin gab es eine ganze Reihe

zum Theile noch bestehender grosser Cisternen.

!i j Die Moschee Achmedije ward von Achmed I. in den

ji! Jahren 160g bis 1614 gebaut. Aehnlich den inneren Anlagen

: ! der heil. Sofia ist es ein imposanter Bau mit seinen zahlreichen

!;! Kuppeln, den sechs Minarets und dem schönen, von Arkaden

j' begrenzten Vorhofe. Die Wände sind bis zur Pilasterhöhe

,!; mit alten Fayenceplatten belegt, an welche sich auf den

ji Bögen und in der Kuppel geschmacklose, die Kacheln imi-

i Ü tirende Malerei anschliesst. Von dieser Moschee zieht all-

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|| jährlich die grosse Mekkakarawane aus.

!| Nun besichtigen wir noch das Mausoleum Sultan

1 Ii Mahmuds, des Reformers, ein ganz aus weissem Marmor

jj|| aufgeführtes Gebäude, in welchem Sultan Mahmud (7 183g)

yj und Abd-ul Aziz (7 1876) begraben liegen. Hinter massiv

|j silbernen Gittern stehen unter schwer gestickten Decken

'! die beiden Katafalke. Kostbare Kaschemirshawls liegen

I auf dem Kopfende, welches mit dem Fez gekrönt ist.

1:: Vor dem Katafalk liegen auf perimutter- und silbereinge-

'; legten Pulten alte Koranmanuscripte, aus welchen zu ge-

.-;! wissen Tageszeiten für die Seelenruhe der Verstorbenen ge-

betet wird.

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