1. Negrelli und die „Studiengesellscliaft“
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der Meinungen zwischen Ihnen und der Studiengesellschaft bedaure, aber ich schätze Ihre loyale Absicht über die künftige Stellung und über die Mitwirkung, die Sie den Mitgliedern der genannten Gesellschaft für den Augenblick Vorbehalten, in dem — nach der Lösung der technischen Frage — die Zusammensetzung der Baugesellschaft stattfinden muß, deren Erfolg wesentlich von der Vereinigung und der vollständigen Übereinstimmung der geistigen und materiellen Kräfte abhängt, die zum guten Teile durch die Gruppen der genannten Gesellschaft repräsentiert werden.
Übrigens ist es nach der Veröffentlichung des Entwurfes von Talabot und der Erklärung des Vizekönigs von Ägypten unabweislich, die Anschauung anderer wohlerfahrener und in hydraulischen Fragen tiefbewanderter Techniker hierüber einzuholen. In Übereinstimmung mit dem Minister des Handels und der öffentlichen Arbeiten genehmige ich, daß Herr von Negrelli an der dem Vizekönig vorzuschlagenden Kommission teilnimmt und er sich mit Ihnen nach Ägypten begibt, sobald die Ingenieure des Vizekönigs die in Ihrer Instruktion vom 30. April d. J. festgelegten Arbeiten vollendet haben werden.
Erst nach Ihrer Rückkehr von Ägypten werden wir uns mit der finanziellen und administrativen Organisation der internationalen Baugesellschaft befassen; ich behalte mir vor, Ihnen zu diesem Zeitpunkte die Namen jener Personen bekannt zu geben, die auf Grund ihrer Stellung dem Erfolge des großen Unternehmens am besten dienen können_“
So erachtete man eben in den führenden Kreisen der Studiengesellschaft für das zu verfolgende große Ziel als entschieden vorteilhaft, wenn die Beziehungen zu der Suezkanalfrage durch die Anteilnahme Negrelli’s