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In Italien - Der Suezkanal - Letzte Kämpfe : mit einem Bildnisse / von Alfred Birk
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2. Negrellis Vorarbeiten fiir den Suezkanal in Ägypten 243

ist ein tadelloser Mann von Weltbildung; unsere Be­ziehungen sind angenehm. Er zeigte mir Briefe, die er seiner Regierung von Kairo aus geschrieben hat. Er beharrt darauf, die Vermittlung der Diplomatie aus­schließlich zu gutem Dienste und zur Ermutigung bei der Pforte anzurufen, damit diese den Plan des Vize­königs genehmige. Die Arbeiten der Ingenieure, die Negrelli im Jahre 1846 nach Pelusium gesandt hat, sind hochinteressant. Sie bestehen aus einem Dutzend sehr ausführlicher Pläne, welche die Meerestiefen, die Er­hebungen und Vertiefungen des Bodens unter dem Wasser vom Ufer bis auf eine gewisse Entfernung ins Meer hinaus darstellen. Herr v. Negrelli ist auf Qrund seiner Beobachtungen überzeugt, daß der Sand in der Bucht, wo der Ankerplatz günstig ist, wenig Bewegun­gen unterliegt, weil die Kriegsbrigg mit den österreichi­schen Ingenieuren in den Monaten März, April und Mai ohne irgend welchen Übelstand oder Nachteil hier stän­dig vor Anker liegen konnte.

Negrelli, ein selten fleißiger Briefschreiber, hat auch von dieser Reise durch Ägypten seiner Lotti mit großem Eifer Tag um Tag geschrieben; aber diese Briefe sind eben vom liebenden Manne an die geliebte Frau ge­richtet, sind aus augenblicklichen Eindrücken und Ge­fühlen heraus entstanden und darin liegt der eigenartige Zauber dieser Briefe, die für die Öffentlichkeit nicht be­rechnet waren, die uns Negrelli menschlich nahe bringen und die aber auch zugleich vielfach in wenigen, tref­fenden Worten und Sätzen ein Bild des mittleren und unteren Ägyptens, seiner Bevölkerung und ihrer Sitten in jener Zeit entwerfen. Deshalb mögen hier einige Stellen aus diesen Briefen ihren Platz finden.

.Wir reisten am 21. November von Alexan­

drien ab und gelangten am 22. um 3 Uhr morgens wohl-

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