proben von englischer Mannschaft, ein Rennen auf Ponnies mit folgender Proposition: Cigaretten anzünden, satteln, aufsitzen, 250 Schritte reiten zu einem Pfosten und wieder zurück, absitzen, 50 Schritte weit laufen mit dem Pony am Zügel, endlich absatteln. Während des Ganzen darf die Cigarette nicht ausgehen.
Es war sehr komisch, denn die grosse Eile beim Satteln hatte verschiedene höchst ergötzliche Situationen und Stürze zur Folge.
Nach einer Rundfahrt im Gezireh-Park, wo wir vergeblich einen Corso erwarteten, heim.
Abends in ein Kaffeehaus, wo eine böhmische Capelle concertirte, Damen und Herren. Ich liess mich mit einer Künstlerin in ein Gespräch ein, sie ist aus Karlsbad, seit zwei Jahren hier. Schickt Geld nach Hause und macht Ersparungen. Der Sommer soll hart sein. Sie spielen alle Tage von 6 Uhr bis 1 Uhr, allerdings mit grossen Intervallen. Ein schweres Leben!
26. Jänner. Mit dem Polen Arthur Bey Zimmermann und Zaluski, ersterer ein ehemaliger türkischer Oberst, jetzt Pferdehändler, verschiedene arabische Pferde besichtigt. Dieselben, bei einzelnen Privaten stehend, waren nicht leicht zu finden. Der Orientale zeigt sein Pferd nicht gerne, er fürchtet den falschen Blick.
Ein Schwager des Khedive, den ich für einen Reitknecht gehalten hatte, ritt uns selbst eines seiner Pferde vor. Dann zeigte er uns einen sehr schönen Fuchshengst, der vor Kurzem aus Mekka gekommen war. Ein edles Thier! Obligater schwarzer Kaffee, Cigaretten und schöne Phrasen.
Dann sahen wir an anderen Orten noch verschiedene Beduinenpferde mehr oder weniger edler Abstammung. Ein starker, grosser .Schimmel gefiel mir ganz ausserordentlich.