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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
Entstehung
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Das Museum, unter der Direction eines Franzosen stehend, erhält jährlich von der Regierung 3 o.ooo Francs für Besoldungen und für Ankäufe. Ausserdem fliesst dem­selben die neu eingeführte Taxe von einem Pfund Sterling zu, welche jeder Reisende in Oberägypten für die Besich­tigung der dortigen Alterthümer erlegen muss. Das letzte Jahr betrug diese Steuer 25.000 Pfund Sterling.

Doubletten des Museums, sowie alte Gegenstände min­derer Bedeutung werden den Fremden unter Garantie der Direction verkauft.

Aus den Schätzen des Alterthums ging es wieder hinaus in das bewegte Leben. Heute galt der Besuch der Schubra- Allee. Dieser früher berühmte Corso der Cairenser ist aus der Mode gekommen; man begegnet nur wenigen, offenbar misanthropischen Wagen und vereinzelten Reitern. Das Palais Kasr en-Nuzha, seinerzeit von unserem Kronprinzen bewohnt, jetzt Schule. Am Ende der Allee das Dorf Schubra mit dem viceköniglichen Garten, verwahrlost wie Alles im Orient, dennoch poetisch entzückend durch die üppige Ve­getation.

Alles grünt, blüht und reift zugleich. Das grosse Bassin aus weissem Marmor inmitten eines von vier Kiosken flan- kirten Gebäudes sehenswerth. Hier schwelgten Mohammed Ali und Ismael Pascha; hier entwickelte sich das sinnbe­rückende Leben des Orientalen mit seinem Harem:Tausend und eine Nacht.

Nach einem recht gemüthlichen Afternoon-tea bei R. kehrten wir heim.

28. Jänner. Gang in die Muski und Einkäufe. Langes Handeln, Feilschen, Kaffee mit Cigaretten-Anbieten, For­dern etc. Der Betrag, der verlangt wird, sehr hoch das Angebot, das man macht, ein solches, dass man fürchtet,