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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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mit dichten Cactushecken vor dem Eindringling geschützt. Dies die Landschaft, welche wir durchritten w^eit vor uns die Berge von Judäa.

Aus beträchtlicher Entfernung erblickt man schon das Städtchen Ramleh mit seinem schönen Thurme; dorthin

wandten wir unsere Pferde.

Der Thurm, viereckig mit zierlichen Bögen und Fenstern, ist der einzige Ueberrest einer durch den ägyptischen Sultan Moham­med en-Nasir im Jahre i3i8 gebauten Moschee. Die Aus­sicht von demselben äusserst lohnend, über die weisse Stadt, die fruchtbare Ebene bis zu den hohen Gebirgs­rücken des Landes Juda.

Jenseits der Stadt stand unser Lager auf einer gros­sen Wiese. Die Zelte waren aufgeschlagen und mit wah­rem Enthusiasmus ergriffen wir Besitz von unserem wan­delnden Gasthofe. Ein Zelt für Anna und mich, eines für N. und CI., ein Speise- und ein Küchenzelt war unser Reich. Nicht weit von uns lagerten andere Reisende. Im Ganzen waren 20 Zelte auf der Wiese und ungefähr 120 Pferde, Maulthiere und Esel standen in langen Reihen, anVorder- und LIinterfüssen gefesselt, muthig wiehernd vor den Zelten. Lange noch nach dem Essen sassen wir auf dem Hügel vor

Der Thurm von Ramleh,