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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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d. h. geheiligter Bezirk; den wir besuchten. Durch das Ketten­thor, Bab es-Silsele, mit Spitzbogenwölbungen eintretend, be­findet man sich auf einem grossen Hofe; der von Gebäuden und der zinnengekrönten Stadtmauer umschlossen ist. Hier stand der Tempel Salomos; jetzt ist es ein von den Moham­medanern hoch gehaltener Complex, während die Juden den­selben nicht betreten dürfen. In der Mitte führen von allen

Omar-Moschee in Jerusalem,

8,hLR:

Seiten Stufen ; die mit freistehenden Bögen abschliessen ; zu einer Terrasse hinan, auf der sich der Felsendom, Omar- Moschee genannt, erhebt. Im Centrum des achteckigen Baues wächst eine schöne Kuppel hervor, die Wände sind mit Mar­mor und mit Fayenceplatten belegt, die in ihrer Zusammen­stellung den reichen Farbensinn und guten »Geschmack der Araber bekunden.

Das Innere wird durch zwei concentrische Säulenreihen in drei Theile getheilt; auf der inneren Säulenreihe erhebt sich die Kuppel. Die Säulen von verschiedenem Marmor