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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
Entstehung
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107
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Recht und die Pflicht, dem Fremden sicheres Geleit zu ge­ben. Es sind wettergebräunte Gestalten, im langen, flatternden weissen Gewände, mit rother Schärpe um die Hüfte, krummem silberbeschlagenen Säbel und Pistolen, manche mit langem Gewehre. Ein weiss­brauner Burnus hängt über die Schulter. Um den Kopf ein dunk­les Tuch geschlagen, welches von einer doppelten Schnur ge­halten wird.

Das ganze Ge­biet von hier bis zum Jordan bildet ihre Weideplätze, auf de­nen zahlreiche Rin­der- und Schafheer- den Nahrung finden.

In der Sohle des Tha­ies, durch welches wir kamen, vereinzelte Felder. Man über­schreitet den Rücken des Oelberges und steigt in das Thal Wadi el-Hod hinab, an Bethanien vorbei.

Der Saumpfad zum Theile sehr schlecht. Hügel an Plügel, Bergrücken an Bergrücken, dazwischen tiefe Mulden. Alles Weideland in saftigem Grün, mit rothen, gelben, weissen Blumen dicht überzogen. Auf demselben Wege der Chan

Mädchen aus Bethanien.