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Vor der Stadt liegt die Grotte der Hirten. Der Sage nach ist es der Ort, wo der Engel den Hirten das „Gloria in excelsis deo“ zurief. Treppen führen in den Raum hinab, der gegenwärtig eine griechische, von den Armeniern mitbenützte Capelle ist. Einige schöne alte Bilder — besonders ein Christuskopf ist ausgezeichnet — schmücken die Wände.
Der Weg von hier nach Bethlehem führt durch Gärten zwischen hohen Mauern, nur von Zeit zu Zeit sieht man in das Land. Vor der Kirche hielten wir. Im Franziskanerkloster, in dessen Refectorium ein Bild unseres Kaisers, des frommen Wohlthäters dieser Kirche, hängt, begannen wir unseren Rundgang. Um die Kirche liegen die Klöster der Franziskatier, der Griechen und der Armenier. Jede Confession hat ihre eigenen heiligen Orte, während die Nativitäts- (Geburts-) Capelle den drei Confessionen gemeinsam ist. An das Kloster stösst die grosse, Christlicher Araber nur d en K atholiken gehörige Katha-
aus Bethlehem.
rinenkirche. Ein schöner einfacher Bau mit kostbaren Marmoraltären, Geschenken von Neapel und Frankreich, und mit reich geschnitzter Kanzel. Eine Treppe führt in die Krypta hinab. Hier im Felsen ausgehauen und zum Theile in natürlichen Grotten die Capelle des heil. Hieronymus, in welcher dieser Kirchenvater wohnte und die Bibelübersetzung (Vulgata) schrieb; die Capelle des heil. Eu-
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