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sebius von Cremona, der Heiligen Paula und Eustochium, die Capelle der unschuldigen Kinder, in welcher man mehrere Opfer des Bethlehemitischen Kindermordes gefunden haben soll, und des heil. Josephus, wo der Sage nach der heil. Nährvater den Befehl zur Flucht nach Aegypten erhielt. Durch einen schmalen Gang gelangt man in die Geburtskirche, die von drei Reihen silberner Lampen erleuchtet ist. Hier erblickte unser Heiland das Licht der Welt, um das Licht des Glaubens allen Völkern der Welt zu bringen. Die Stelle der Geburt ist unter dem griechischen Altar; die Katholiken haben einen Altar an der Stelle, wo die Krippe stand, und einen zweiten da, wo die Könige des Morgenlandes dem göttlichen Kinde Gold, Weihrauch und Myrrhen opferten. Demüthig beugt man das Knie und betet ein „Gegrüsset seist Du Maria, Du bist voll der Gnaden“.
Ueber der Grotte liegt die grosse Marienkirche. Von Kaiser Konstantin gebaut, von Kaiser Justinian vergrössert, ist die Basilika seit jenen Tagen zum grössten Theile erhalten geblieben. Fünf Schiffe, durch Marmormonolithsäulen mit reichen Kapitälen getrennt, bilden das Fangschiff. Mosaikreste über den Bögen an der Wand. Das Langschifif darf nicht benützt werden; eine Mauer trennt dasselbe von dem Querschiffe und dem Chor, welche den Griechen angehören.
Nicht weit von der Marienkirche ist die katholische Capelle unserer lieben Frau, die sogenannte Milchgrotte. Der frommen Sage zufolge fielen hier einige Tropfen Milch aus der Brust der Jungfrau zu Boden.
Wir hatten einen tüchtigen Kampf mit den Verkäufern von Rosenkränzen und Andenken an Bethlehem zu bestehen. Jeder wollte uns in seinen Laden ziehen. Hier werden massenhaft Rosenkränze aus Perlmutter, dem Holze und den