i3o
Zeiten der Kreuzfahrer über dem Grabe Johannes des Täufers aufgerichtet wurde. Kaiser Augustus schenkte die Stadt He- rodes dem Grossen. Dieser benannte sie nach dem Kaiser (Sebaste heisst auf Griechisch Augustus) und liess sie prächtig ausstatten. Zwei Säulenreihen, von denen die eine um den Berg herumläuft, zeugen noch von der Pracht, mit welcher die Stadt ausgestattet war. Jetzt sind die Säulen ihrer Kapi- täle beraubt; wohl stehen noch die meisten, vergessen und
rJüA 'I- vfPv^-v \
•wSm
Säulen von Sebaste.
zwecklos erheben sie sich in den angebauten Feldern, denn alle sonstige Pracht ist entschwunden. Von der nächsten Höhe schöner Blick auf ein weites Thal, das Städtchen Silet zu unseren Füssen. Die Orte sehen hier alle wie Festungen aus. Die Häuser, aus festem Stein gebaut, haben fast keine Fenster; die Mauer überragt das Dach. Sie liegen alle theils an den Berglehnen, theils auf steilen Kegeln, wie Sanur, an dem wir Nachmittags vorbeikamen. Die Tracht wesentlich anders, bunte Farben vorherrschend; die Frauen in langem grünrothen oder grün-roth-weissen Gewände, ein weissesTuch