i36
zwischen den aromatischen, in allen Farben blühenden Sträuchern dahin. Gut gepflegte Felder und Weingärten umgeben das württembergische Dorf, dessen Kinder uns beim Heimritte einen freundlichen „Guten Abend“ boten.
21 . März. Um von Haifa nach Nazareth zu gelangen, reitet man ungefähr eine Stunde den Djeniner Weg am Fusse des Karmelgebirges, dann quer über die Ebene, übersetzt man den Makuttafluss in einer Furt, da die Brücke eingefallen ist, und erreicht die Hügelkette, welche einen Ausläufer der Berge von Galiläa bildet. Der Ritt durch die Ebene war beschwerlich, denn die Regen der letzten Tage haben sie in einen Sumpf verwandelt. In jeder Vertiefung des schwarzen schweren Bodens, in jedem Huftritte stand Wasser und unsere Pferde sanken bis hoch über den F'essel ein. Es geht eine sogenannte Strasse nach Nazareth, d. h. wenn es trocken ist und man sich aus dem Umgeworfenwerden nichts macht, kann man fahren. Stellenweise bezeichnen zwei Gräben voll Wasser die Strasse, die eben so weich, eben so schwarz wie das nebenliegende Land ist; dann wieder gehen so und so viele Geleise nebeneinander. An manchen Stellen werden Schotterhaufen zusammengetragen. Ein Stück Strasse ist geschottert, hundert Schritte weiter wachsen Sumpfpflanzen auf ihr. Das Hügelland, durch welches wir kamen, ist ausserordentlich freundlich. Allerhand Bäume, unter ihnen viele immergrüne Eichen und hohes Strauchwerk, lassen von Weitem auf zusammenhängenden Wald schliessen. In den Thalsohlen die saftigsten Wiesen: man reitet wie in einem englischen Parke. Von dem Kamme noch ein Rückblick auf den Karmel mit Flaifa und auf das blaue Meer, vor uns die Ebene Jesrael mit den Bergen Samarias.
Der Weg verlässt jedoch bald wieder die Ebene, um sich diesmal in ein kahles Gebirgsland zu wenden, das bis