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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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und Thoren feingemeisselte Wappen von Rittern, dazwischen Ueberbleibsel reicher gothischer Ornamentik. Das Mittel- alter erscheint vor unserem geistigen Auge. Wir sehen den Rhodiserritter in Waffen und Wehr, das rothe Kreuz auf dem weissen Mantel, diesen letzten Besitz vertheidigen. Nur der Verrath öffnete den Türken das Thor, den tapferen Rittern wurde freier Abzug gewährt. Jetzt ist Rhodus Ruine, der Hafen leer, die Stadt ohne Bedeutung, der Handel gering.

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Rhodus. Stadtthor gegen den Hafen.

Nach zwei Stunden Aufenthalt wurden die Anker ge­lichtet. Die Fahrt ist prachtvoll, fortwährend der Blick auf die anatolische Küste mit den hohen Bergen und auf eine Menge kleinerer und grösserer Inseln. Der Himmel war klar, die untergehende Sonne beleuchtete in den verschiedensten Tönen die vor- und nebeneinander gelagerten Felsen, da­zwischen das blaue schimmernde Meer. Wir fuhren durch eine enge Wasserstrasse zwischen den Inseln Symi und Se- leki. Der grösste Theil der Reisenden war trotz des starken Windes beim Bugspriet versammelt, um die schöne Fahrt besser bewundern zu können. Jede Insel hat ihre mehr­tausendjährige Geschichte. Von Joniern und Doriern bewohnt,

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