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Gärten, auf das Marmarameer mit seinen Inseln, auf einen Theil des Bosporus, auf das goldene Horn, diesen sich weit in die Stadt ziehenden, von der Natur geschaffenen und befestigten Hafen, auf Skutari und die kleinasiatische Küste mit seinem beschneiten Olymp ist wahrhaftig grossartig schön, aus jedem der vierzehn Fenster erblickt man ein anderes Panorama. Die Lage der Stadt ist feenhaft, von jedem erhöhten Punkte aus schwelgt man vom Neuen. Bald sieht man auf die jenseits des goldenen Hornes gelegenen Stadt- theile, bald auf die grosse Wasserstrasse, welche das Mar- mara- mit dem schwarzen Meere verbindet.
Malerisch in Ecken und Winkeln sind die kleinen Häuser, zumeist aus Holz gebaut. Vorspringende Fenster stehen auf die Strasse heraus, hinter den Gittern schaut die Türkin dem Treiben zu: sie sieht, ohne gesehen zu werden. In Pera,wo eine grosse
Feuersbrunst Raum geschaffen hat — hier die Grande rue de Pera — ist wohl mehr europäischer Anstrich. Es ist der Fremde, dem man da begegnet, der Perote, dessen Landsmannschaft nicht festzustellen, der — wohl hier geboren — je nach dem Vater Deutscher, Grieche, Franzose, Italiener ist. Alle anderen Strassen sind asiatisch. Ein Drängen und Schie-
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Alte Häuser in Pera (Constantinopel).