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Eine Orientreise / von Fr. Graf Th.-H. Mit 6 Tafeln in Farbendruck und 86 Textabbildungen von Ludwig Hans Fischer und Gust. Schmoranz
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ben, ein Schreien und Lärmen, lichter Sonnenschein und schmutzige finstere Winkel. Längs der Häuserreihen hocken die Türken auf niedrigem Schemel, vor den Kaffeehäusern, den Barbierstuben und den Läden: eifrig wird geplauscht, der Rosenkranz gleitet mechanisch durch die Finger. Gegen Abend vermehrt sich das Leben. Der Sonnenuntergang, der ersehnte Augenblick, wo wieder ge­gessen und geraucht werden darf, ist nicht mehr ferne; die Kaffeehäuser fül­len sich. Esswaarenverkäufer in Menge bringen ihre Waaren an, die Nargilehs sind vorbereitet; wie der erlösende Schuss fällt, setzen sich hunderttau­sendeMünder in Bewegung, um den knurrenden Magen zu befriedigen. Heer- den von Hammeln werden getrieben, bereits geschlachtete werden stückweise von dem Rücken der Pferde es sind ambulante Fleischerläden verkauft;

Gemüse, Eier, Früchte und saure Milch,

Alles wartet auf den erlösenden Ka­nonenschuss. Dazwischen eilt und schafft eine geschäftige Menge. Armenische Lastträger tragen einzeln oder zu meh­reren vereint riesige Lasten. Wagen und Reiter drängen sich durch. Liier wird gehandelt und ge­feilscht, hier geplauscht und gelacht. Alles ist in Bewegung, Alles in Staub und Lärm gehüllt, die verschiedensten Trachten im buntesten Gewühle. Der riesige Turban neben Fez und verschiedenen Hutformen, Uniform, Kaftan und Rock; Seide und haarige rauhe Stoffe; gestickte Jacken und das zerfetzte

Türkische Frau in Strassen- toilette.