ben, ein Schreien und Lärmen, lichter Sonnenschein und schmutzige finstere Winkel. Längs der Häuserreihen hocken die Türken auf niedrigem Schemel, vor den Kaffeehäusern, den Barbierstuben und den Läden: eifrig wird geplauscht, der Rosenkranz gleitet mechanisch durch die Finger. Gegen Abend vermehrt sich das Leben. Der Sonnenuntergang, der ersehnte Augenblick, wo wieder gegessen und geraucht werden darf, ist nicht mehr ferne; die Kaffeehäuser füllen sich. Esswaarenverkäufer in Menge bringen ihre Waaren an, die Nargilehs sind vorbereitet; wie der erlösende Schuss fällt, setzen sich hunderttausende „Münder“ in Bewegung, um den knurrenden Magen zu befriedigen. Heer- den von Hammeln werden getrieben, bereits geschlachtete werden stückweise von dem Rücken der Pferde — es sind ambulante Fleischerläden — verkauft;
Gemüse, Eier, Früchte und saure Milch,
Alles wartet auf den erlösenden Kanonenschuss. Dazwischen eilt und schafft eine geschäftige Menge. Armenische Lastträger tragen einzeln oder zu mehreren vereint riesige Lasten. Wagen und Reiter drängen sich durch. Liier wird gehandelt und gefeilscht, hier geplauscht und gelacht. Alles ist in Bewegung, Alles in Staub und Lärm gehüllt, die verschiedensten Trachten im buntesten Gewühle. Der riesige Turban neben Fez und verschiedenen Hutformen, Uniform, Kaftan und Rock; Seide und haarige rauhe Stoffe; gestickte Jacken und das zerfetzte
Türkische Frau in Strassen- toilette.