nn
I
mfj.eM wüfisp:
Der »Herminenhof« und die Nachbarhäuser am Franz Josephs-Quai.
Der Verkauf der Erzeugnisse wird durch eine eigene Niederlage in Wien (Franz Josephs-Quai, Herminenhof) besorgt, welche Oesterreich-Ungarn und die Balkanländer regelmässig bereisen lässt; exportirt werden die Wernstädter Fabrikate nach den Donauländern und auch zum Theil nach Nord- und Südamerika.
Im Jahre 1873 erhielt die Fabrik die erste Auszeichnung auf der Wiener Weltausstellung, hieran reihten sich die höchsten Auszeichnungen auf allen beschickten Ausstellungen, wie unter Anderem auch in Antwerpen, Chicago etc.
Zur 40jährigen Jubiläumsausstellung in Wien 1888 wurde ein in Oesterreich bislang noch nicht erzeugtes Werk der Kunstweberei auf dem mechanischen Webstuhle in der Wernstädter Fabrik hergestellt: das lebensgrosse, porträtgetreue Bildnis Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I., gewebt aus Baumwolle und Seide.
Nahezu ein volles Jahr erforderten die Vorbereitungen und Arbeiten zur Fertigstellung dieser aussergewöhnlichen Leistung ; sowohl die Feinheit der Ausführung, als auch die künstlerische Darstellung dieses Ausstellungsobjectes erregten allgemeine Aufmerksamkeit und Bewunderung.
Seine Majestät geruhte auch die Widmung dieses Werkes allergnädigst entgegenzunehmen und dem Chef der Firma hierauf die seltene Auszeichnung der vollsten kaiserlichen Anerkennung mit Diplom vom 25. November 1888 zuzuerkennen, sowie dem Fabriksdirector Frankel in Wernstadt das goldene Verdienstkreuz mit der Krone zu verleihen.
Ein Exemplar dieses Bildes wurde späterhin (1891) . . .__
dem Präsidenten der französischen Republik überreicht und von demselben dem »Conservatoire des arts et metiers« gewidmet, eines der wenigen österreichischen Erzeugnisse, welche dieser weltberühmten Anstalt einverleibt sind; die französische Presse belobte dieses Werk als einzig in seiner Art.
In Anerkennung dieser Zuwendung wurde der Chef der Firma zum Officier der Academie française ernannt.
Im Jahre 1883 wurde der Chef der Firma durch die Allerhöchste Verleihung des Ordens der eisernen Krone ausgezeichnet und von Sr. Maj estât in den Ritterstand mit dem Prädicate »von Wernburg« erhoben. Im Jahre 1896 wurde demselben neuerlich mit Diplom vom 7. Februar die Allerhöchste kaiserliche Anerkennung ausgesprochen, und 1897 für die 20jährige verdienstvolle Thätigkeit in der k. k. Permanenz-Commission der lebenslängliche Titel eines k. k. Commerzialrathes verliehen, welchen Auszeichnungen sich noch andere ausländische hohe Ordensverleihungen anreihen.
Viele wohlthätige Schöpfungen für die Arbeiter der Fabrik, welche zum überwiegenden Theil Einheimische sind, sowie für die Gemeinde Wernstadt sind aus der Initiative der Firma entstanden. Zum 25jährigen Geschäftsjubiläum wurde eine Stiftung für invalide Arbeiter der Fabrik begründet, ein Kindergarten für 50 Kinder wurde errichtet, und im Vereine mit der Gemeinde 1890 durch grosse Opfer, und nach Ueberwindung aller Schwierigkeiten endlich eine Schienenverbindung mit Wernstadt zu Stande gebracht.
So kann denn der 30jährige Bestand dieser Unternehmung mit Recht ein segensreicher und rühmlicher für die österreichische Industrie, für Gemeinde und Land genannt und die Hoffnung ausgesprochen werden, dass sich dieselbe noch weiter entwickeln und erspriesslich gedeihen werde.
ZUM VJOTGJÄJM0E11 JDfcEUSSTE mmm geuebiem miser uro hersi
FRANZ JOSEF Ï.
* TÏEJSIÏR ÏMMfffiHî «iîîTKEM CÏWiMET. JU1MS KÏFTER IfCKiYfERHBURG.
<r i/sr &is «✓ÆÉrisflr 82t* RmM
164