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In Italien - Der Suezkanal - Letzte Kämpfe : mit einem Bildnisse / von Alfred Birk
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I. In Italien (18481855)

des Gardasees gegen Brescia, einen anderen gegen Sü­den über Mantua nach Borgoforte an den Po zu ent­senden. Die obere Linie habe sodann von Brescia bis Chiari die schon bestimmte Richtung zu verfolgen, hier­auf aber gegen Bergamo abzuschwenken und nach Monza zu führen, wo sie an der im Ausbau begriffenen Bahn von Mailand nach Como anschließt; sie wäre um 17 Meilen länger als die geplante gerade Linie, aber da die Zweigbahnen von Treviglio nach Bergamo (11 Mei­len) und von Brescia nach Cremona (26 Meilen) ent­fallen, wären um 20 Meilen weniger zu bauen. Die un­tere Linie würde von Mantua über Bozzolo, Piadena, über Cremona, Pizzighettone und Crema nach Treviglio ziehen, von wo bereits der Schienenweg nach Mailand läuft; besser wäre wohl die Linie von Crema über Lodi, aber das Vollendete könne nicht mehr geändert werden. Von Mailand wäre eine Linie entlang dem Naviglio nach Pavia zu bauen; die zwei Bahnhöfe in Mailand wären durch eine Bahn zu verbinden. Eine besondere Bedeu­tung der unteren lombardischen Eisenbahn erblickte Ne- grelli in der Vermittlung des Verkehres mit den Herzog­tümern Parma und Modena; über Modena, Bologna, Florenz und Livorno mußte der Schienenweg gegen Rom geführt werden.Wir lassen, heißt es in einem Briefe Negrellis, der Eisenbahnpolitik treibt,Palmer­ston mit Lukmanien und Genua buhlen; wenn Genua eine Verbindung haben will, muß es mit der Lombardei sprechen. Weiters empfahl Negrelli in seinem Eisen­bahnbauplane, die Linie von Mestre über Treviso nach Triest auch über Udine zu führen, weil die Bedeutung dieses Ortes als Hauptstadt des Friauls diesen Umweg rechtfertige; nicht zu rechtfertigen sei aber der weitere Umweg über Conegliano, der auch Schwierigkeiten bei der Überschreitung der Flüsse in sich berge. Schließ-