4 . Enthebung von der Dienstleistung in italien
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wurde“. Den Straßburger Bahnhof in Paris findet er „magnifique“; er bewundert die große Personenhalle mit fünf Gleisen, tadelt die Anlage einer Drehscheibe zur Verbindung der Gleise, findet aber die unversenkte Schiebebühne in den Wagenschuppen besser als jene auf dem Lyoner Bahnhof, da sie mit sechs Rädern auf drei Gleisen „marschiert“. Die kurzen Rauchfänge der französischen Lokomotiven, 61 der ruhige Lauf der Züge infolge enger Kuppelung der Wagen, deren „Stoßballen ganz nahe sind“, fallen ihm ins Auge: „Wilhelmsbad“, schreibt er, „herrlich; Station gut, mit Vordach, wie ich sie wünsche. Aschaffenburg superbe; Bahnhof — alles Quadern! Würzburger Station Kopie von Prag, aber in Kurve. Von Frankfurt nach Würzburg (herrlich) 3^ Stunden gefahren. Schöne Bahn und Anlagen. Wein, gute Pflege! Von Würzburg ab Doppelbahn bis kurz vor Schweinfurt -- herrlich! Bahnhof herrlich! Alles Quadern mit langen Vordächern nach meiner Idee in Mantua — aber mit gußeisernen Säulen, Blech- und Glasdach, sehr leicht und zweckmäßig — überall Sinn und Kopf! Schöne und zweckmäßige Auffahrtsrampen. Abtritte links und rechts. Sollten für Damen durch Weiber bewacht werden, wie in Frankreich...“ hier brechen die Vormerkungen plötzlich ab; es war am 22 . September-
In Verona hatte sich sein Verhängnis erfüllt. Um die Mitte des Monates September (1855) überraschte die Beamten der Eisenbahndirektion in Verona die amtliche Mitteilung von der Dienstenthebung ihres Vorstandes. Der Erlaß des Handelsministers an den Ministerialrat Alois Ritter von Negrelli, gefertigt am 8. September, lautet:
„Zufolge Allerhöchsten Befehles Seiner k. k. apostolischen Majestät vom 1. September d. Js. sind Sie,