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liebenswürdigen Führer, dem Leutnant Nolte von der Kolonnen-Abteilung, die gerade in Waterberg eingelaufene Kundschaftermeldung, daß 60 Herero, Orlog-Leute, sich mit Vieh in den Omboroko-Bergen bei Omike festgesetzt hätten, und daß sie sich bis auf den letzten Mann dort verteidigen
würden. Das wird wohl bald nötig werden, unsere Leute freuen sich schon auf den Angriff, nur schade, daß ich nicht mithelfen kann, sie dort auszuräuchern. Am Nachmittag gings weiter, ringsum standen schwere Gewitter am Himmel, die uns etwas kühlenden Regen brachten. Gerade über meinem Kopf befand sich ein Loch in dem Plane des Wagens, durch das mit einer lächerlichen Konsequenz das Wasser auf mein Gesicht tropfte, jedesmal, wenn ich gerade am Einschlafen war. Bei Ombuatjipiro verfehlten wir in der stockdunklen Nacht beinahe den Weg, da die Tete
der Kolonne den Anschluß an die vorausreitenden Reiter verloren hatte. Bei diesen Ochsenwagen läßt sich ein Auseinanderreißen der Kolonne zuweilen gar nicht vermeiden, besonders wenn es sehr dunkel ist und regnet. Wir hatten jedoch bald wieder die richtige ,,Pad“. Gegen Morgen passierten
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U n g e r[e r schenkt der kleinen Korallenkette.
von Salzmann phot. Oapani eine