Entsprechende Textpassage im Reisetagebuch:
"Da jedoch dieser gute Mann seine Wohnung renoviren ließ empfing er uns im Heustadel.- Er saß auf einem schönen Tepich und rauchte.- Nachdem er unsere Ferman gelesen hatte lud er uns zum Niedersetzen ein, was sehr angenehm war, indem wir mit den Füßen über Quer auf der bloßen Erde uns setzen mußten!? Wir ließen ihn durch unsern Dragman sagen, daß wir heute Nacht in Rosette zu bleiben gedenken und daß er uns daher eine Wohnung und etwas zu essen geben sollte.- Nachdem er alles freundlichst zugesichert hatte gingen wir fort um uns die Gegend zu besehen."
"Besuch beim Pascha in Rosette"Ein Diener ist seitlich im Bild positioniert, während die in weiß gekleideten Europäer und der Pascha den klaren Mittelpunkt der Komposition bilden. Der Pascha ist von Tschibuk rauchenden österreichischen Ingenieuren umgeben. Er sitzt am Teppich in einer an den „Türkensitz“ erinnernden Pose dargestellt, einer Sitzhaltung, die in orientalistischen Darstellungen oft verwendet wird.Der sich verneigende Diener am linken Bildrand unterstreicht die hierarchische Rangordnung und lenkt zugleich den Blick auf die Hauptfiguren. Der stehende, ganz in Weiß gekleidete Mann ist vermutlich der „Dragoman“, der als Vermittler die Veständigung mit dem Pascha ermöglicht.Der Raum wird lediglich durch eine angedeutete Ecke abgesteckt. Die Lichtquelle kommt klar von links, was sich deutlich in der Schattenführung zeigt. Diese gezielte Lichtsetzung verleiht der Szene trotz der reduzierten Raumdarstellung eine gewisse Plastizität und Tiefe.