In Österreich
(1840 bis 1848)
1. Im Dienste der Kaiser Ferdinands- Nordbahn
Im Jahre 1839 kam bei der Baudirektion in Innsbruck eine provisorische Adjunktenstelle in Erledigung. Negrelli bewarb sich. Es mag ihn wohl vor allem die Sorge um die Zukunft der Seinen dazu bewogen haben; namentlich die Sorge um die Zukunft seiner Knaben, die ihm in der Heimat weit mehr gesichert erschien, als in der Schweiz. Auch Erwägungen beruflicher Natur dürften mitgesprochen haben. Die großen Arbeiten in Zürich näherten sich der Vollendung; zu neuen bedeutenden Unternehmungen fehlte es allerorten an Geld: dem Staate, den Städten und den Privaten; die Lösung der Eisenbahnfrage stand in weiter Ferne; Negrelli aber suchte schöpferische, vom modernen Geiste getragene Arbeit; in Tirol waren große Straßen- und Wasserbauten in Vorbereitung und im Werden — ein weites Feld reger Schaffenstätigkeit eröffnete sich ihm hier; und auch die Hoffnung schien nicht unbegründet, künftig die gesamte Leitung dieser Tätigkeit in seiner Hand zu vereinen. Wie wohl es ihm auch bei den Schweizern ging, die ihn gerne den Ihrigen nannten und ihn mit