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III. fn Österreich (1840 bis 1848)
mission. Die erste Eisenbahnlinie Württembergs, die Teilstrecke Cannstatt—Untertürckheim der Stammbahn der Württembergischen Eisenbahnen (Bretten— Mülacker—Stuttgart — Cannstatt — Ulm — Friedrichshafen) wurde im Jahre 1845 dem Betrieb übergeben; die ganze Stammbahn — 262 km lang — wurde erst 1853 vollendet.
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Im Jahre 1845 hielt Negrelli die Zeit gekommen, den Bau einer Bahn von Zürich nach Basel neuerlich mit vollem Nachdrucke anzuregen. Er war der Schöpfer dieses Entwurfes, wohl auch mit der Urheber dieses Gedankens und wiederholt — zuletzt im Jahre 1841 — hatte er versucht, ihn zu verwirklichen. Die größten Schwierigkeiten boten die Bestrebungen Basels, dessen leitende Personen und Bankiers den Weg in dieSchweiz suchten und die kürzesteRoute über Olten befürworteten. Negrelli aber wollte Zürich an das deutsche Eisenbahnnetz anschließen, wollte diese Stadt durch die Schaffung von Eisenbahn- und Dampfschiffverbindungen zu einem nie geahnten Emporium, zu einem wichtigen Zentralpunkt des Handels und Verkehrs ausbauen. Sein Streben war: ein nationales schweizerisches Eisenbahnnetz zu schaffen; und seine Freunde, die mit ihm zunächst in aller Stille das Unternehmen vorbereiteten, Direktor Martin Escher, Ott- Imhof, S. Pestalozzi, Schultheß, Landolt, sie wollten dieses Netz auch sozusagen aus der Kraft des Schweizervolkes heraus begründen und waren deshalb darauf bedacht, die Aktien vornehmlich in jenen Gegenden zu plazieren, durch die die Bahn ziehen sollte. Die große Bedeutung Oltens für den Verkehr der Schweiz entging ja auch Negrelli nicht; er faßte auch eine Linie