2 . Im Dienste der üeneraldirektion der Staatsbahnen 185
sonst üblichen angewandten Spur von 4' 8" 8"' (1.435 Meter) betrug; Negrelli verwies auf die höheren Anlagekosten, die diese Spur verlangt, ohne daß sie einen ^ entsprechenden Nutzen gewährt. 73 ) Baden zögert lange
— Negrelli bedauert dies nicht; er drängt zur Führung der Bahn am linkenüfer; Basel wird schon von selbst kommen. Die Besorgnis, daß Baden am rechten Ufer eine Parallelbahn bauen werde, teilt er nicht: „Wer soll das Geld hiezu geben? Und die obere Gegend dürfte auch zu spät kommen, wenn Winterthur nicht müßig ist und die Verbindung über Zürich und Winterthur nach dem Bodensee bewirkt.“
Am 21. Oktober 1845 tritt Negrelli seine erste Urlaubsreise nach der Schweiz an; Kübeck beauftragt ihn, die Maschinenfabrik Meyer zu Mühlhausen zu besuchen und sich über die Fortschritte im Baue der für Staatsbahnen bestimmten Lokomotiven zu unterrichten. Sein Besuch in Zürich kennzeichnet den Be- * ginn des Baues; die Aussteckung der Linie wird gegen
Baden zu begonnen; die Entscheidung links oder rechts des Rhein bleibt noch in Schwebe. Die Bahn erhält über Vorschlag Negrellis den Namen: Schweizerische Nordbahn. Fünf Monate später, am 16. März 1846, findet die erste Generalversammlung statt; mehr als dreihundert Personen nehmen daran teil; nur eine Stimme spricht gegen die Anträge; es herrscht allgemeine Freude; der Bau wird unverzüglich in Angriff genommen. Alle Anordnungen und alle Arbeiten stehen im Zeichen des österreichischen Einflusses. Der Stellvertreter Negrellis, Major Näff aus St. Gallen, hat die österreichischen Bahnbauten eingehend studiert; die Erfahrungen bei den Staatsbahnen und bei der Nordbahn werden allseitig verwertet; die Vergebung der Arbeiten erfolgt auf Grund öffentlicher Ausschreibun-