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III. In Österreich (1840 bis 1848)
ist es nicht klug, die Techniker zu behalten; sind die Techniker hingegen notwendig, so sollen ihre Leistungen auch anerkannt werden. Einige Franken mehr oder weniger hätten die Lage der Unternehmung nicht geändert und Kräfte derselben nicht entfremdet, welche zu ihrem Gedeihen unentbehrlich sind. Wenn meiner bei dem stattgehabten Feste nur vorübergehend gedacht wurde, kränkt es mich nicht; daß aber alle anderen anwesenden Techniker völlig übergangen wurden, tut mir wirklich leid . . .“ Direktor Escher erklärt die Angaben des Korrespondenten für übertrieben; Negrelli findet sie aber nicht ganz unbegründet: „Auch hier ist inzwischen“ — der Brief trägt das Datum des 31. August — „eine mit der Züricher fast gleich lange Bahn, jene vonNeustadt nach'ödenburg eröffnetworden. Es wurde drei Jahre daran gebaut — sie kostet zwei Millionen Gulden C. M., wobey der Überschlag um die Hälfte überschritten wurde — und doch wurde ihr Erbauer Schönerer in Ödenburg fast im Triumph herumgezogen ! Und wenn man zwischen Bahn und Bahn eine Parallele ziehen wollte hinsichtlich der Wahl der Trace und hinsichtlich der Vollendung des Ganzen, glaube ich, daß die Züricher Bahn nicht die letzte sein dürfte. Beim Gouter, welches die Gesellschaft in einem öffentlichen Garten in Ödenburg den eingeladenen Gästen gab, ist kein Unterschied mit den Plätzen gemacht worden, und jeder, der dabei auch nur entfernt mitgewirkt hat, wurde ohne Unterschied des Ranges zugezogen . . .“
Die Generalversammlung im Jahre 1847 beschließt unter dem Eindrücke des Berichtes der Direktion, die Fortsetzung des Baues zu sistieren, bis der Geldmarkt sich wieder freundlicher zeige, die Vorarbeiten jedoch fortzusetzen. Die Ergebnisse des Betriebes, der sich