2. Im Dienste der Generaldirektion der Staatsbahnen 191
Palmerstons zu sehen: „Dem perfiden und eifersüchtigen Albion frommt es, wenn die Schweiz in beständiger p Aufregung gehalten wird. Denn nur dadurch kann die
schweizer Industrie zugrunde gerichtet werden — und dieses ist des perfiden Albions Zweck und Ziel. Albion macht gegenwärtig Mist in der ganzen Welt — Mist in der Schweiz, in Italien, in Griechenland, in Spanien, in Portugal — überall englischer Mist — die Nemesis wird den Urheber allen Unheils wohl erreichen — denn an der eigenen Schwelle gibt es in der Tat zur Zeit genug zu kehren.“
So schreibt Negrelii in den letzten Tagen des Jahres 1847 an Direktor Escher nach Zürich. Es zeugt für seine kindliche Naivität in politischen Dingen, vielleicht auch für die naive, sorgenlose Auffassung aller jener Kreise, denen er durch seine Gesinnung nahe stand, daß ihm die freiheitliche Bewegung, die allent- > halben, nur in Österreich noch nicht, ihre Schatten vor
aus warf, nur als die Folge englischer Intriguen erscheint und wenn er — in einem Briefe an seinen Freund Kubly — der Schweiz und Amerika, den beiden Republiken, das friedliebende und ruhige Österreich gegenüberstellt, das sich in stiller Entwicklung seines Staatslebens befindet und mit gemessenem Schritte die Fortschritte der Zeit zu erlangen trachtet, „wodurch gleichzeitig dem Fortschritte selbst die gehörige Zeit gewonnen wird, Wurzel zu fassen, zu erstarken, und jene Früchte zu tragen, welche der Sturm selten oder nie gedeihen läßt.“
In dem einen hatte Negrelii Recht: auf bau- und verkehrstechnischem Gebiete schritt Österreich zielbewußt vowärts, sogar anderen Staaten voran. Die