es an die Tür meines Arbeitszimmers, und herein kam Graf Schliessen. „Ich bin gestern heftig geworden, verzeihen Sie mir", sagte er ebenso herzlich wie schlicht und streckte mir die Hand hin. Mit Freuden schlug ich ein.
So war äußerlich alles wieder in Ordnung, aber eine gewisse Trübung unseres Verhältnisses blieb doch zurück, das für die Zusammenarbeit nicht förderlich sein konnte. Als einige Wochen darauf das Regiment 112 in Mülhausen frei wurde, in dem ich schon ein Bataillon kommandiert hatte, fand sich in beiderseitigem Interesse die Lösung, daß ich im Sommer 190z zum Kommandeur dieses Regiments ernannt wurde. Mein Nachfolger als Chef der 2. Abteilung des Großen Generalstabs wurde Oberstleutnant Stein, der spätere Kriegsminister, und dessen Nachfolger wieder Ludendorff, damals Major im Generalstab.